Praxisbeispiele: Die Ideen hessischer Arbeitgeber

Jede Pflegesituation ist anders und kann sich zudem immer wieder ändern. Die hessischen Unternehmen und Organisationen setzen daher auf einen lösungsorientierten Umgang mit den Bedürfnissen der pflegenden Beschäftigten. Sie unterstützen die Entscheidung, einen Angehörigen selbst zu pflegen, mit individuellen, passgenauen Hilfestellungen.

Offene Gesprächskultur, Verständnis im Team

Dies beginnt zum Beispiel bei einer offenen Gesprächskultur und dem Verständnis im Team, einer kollegialen Vertretung bei kurzfristigen Arbeitsausfällen und der Rücksichtnahme bei der Urlaubsplanung. Weitere in der Praxis erprobte Maßnahmen sind kostenfreie Beratungs- und Vermittlungsleistungen, flexible Arbeitszeitgestaltung, Fortbildungen oder Telearbeit.

Schulungen für Führungskräfte

Zu den vorgestellten Praxisbeispielen gehören auch Angebote für Führungskräfte, die selbst keine Pflegeerfahrung haben. Durch Schulungsmaßnahmen bekommen sie einen Eindruck von den typischen Anforderungen im Alltag der Pflegenden und können so deren Anliegen besser beurteilen – eine Grundvoraussetzung, um realistische und für beide Seiten tragfähige Arbeitsmodelle zu entwickeln.

A. + E. Fischer-Chemie GmbH & Co. KG

Praxisbeispiel

Gleitzonenmodelle in der Arbeitszeit, Familienhilfe für minderjährige Kinder der Mitarbeiter, Geburtstagsgeschenke für jeden Mitarbeiter/in, flache Hierarchie, Familienbetrieb, Ausbildung zum Großhandelskaufmann/frau

mehr erfahren

Adacor Hosting GmbH

Praxisbeispiel

Wir haben ein Konzept zum Thema Beruf & Pflege entwickelt, um unseren Mitarbeitenden eine bestmögliche Unterstützungen anbieten zu können, falls in ihrer Familie ein Pflegefall auftreten sollte. Flexible Arbeitszeiten, Arbeitszeitkonten, Home-Office sowie komprimierte Arbeitszeiten sind nur ein kleiner Auszug an Möglichkeiten, die wir bei einem auftretenden Pflegefall anbieten möchten. Großzügige Sozialflächen in unseren Büroräumen bieten Möglichkeiten zum Rückzug, zur Erholung und für Gespräche in ruhiger Atmosphäre. Unser Büro in Offenbach verfügt über einen eigenen Fitnessraum, in dem unsere Mitarbeitenden jederzeit trainieren können. Zusätzlich steht ihnen ein Personal Trainer zur Verfügung. Wir unterstützen alle unsere Mitarbeitenden darin, sich zu ihrer Individualität zu bekennen und diese zu leben. Ein respektvolles Miteinander, ein offener Austausch untereinander und die Bereitschaft die Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen spielen für uns eine sehr große Rolle. Wir sind mittendrin auf dem Weg zu einer agilen Firma. Das heißt wir implementieren jeden Tag etwas mehr Transparenz, teamübergreifende Zusammenarbeit, iteratives Vorgehen, schlanke Prozesse und flache Hierarchien in unseren Arbeitsalltag.

mehr erfahren

AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN

Information und Kommunikation, Service für Pflegende

Praxisbeispiel Information und Kommunikation

Um Mitarbeiter umfassend und gezielt über die Pflege von Angehörigen
zu informieren, haben die AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN eine
kostenlose Informationsbox mit allgemeinen und unternehmensspezifischen
Informationen für alle interessierten Mitarbeiter zusammengestellt.
Zudem sind die wichtigen Informationen in digitaler Form für jeden
Mitarbeiter leicht zugänglich im Intranet abrufbar. Interne
Veranstaltungen wie das Mitarbeiterforum, das Oberarztforum oder die
Pflegekonferenz thematisieren regelmäßig die Pflege von Angehörigen und
nehmen neue Ideen von den Mitarbeitern auf.

 

Praxisbeispiel Service für Pflegende

Die Kliniken bieten den Mitarbeitern zudem die Möglichkeit, an
kostenlosen Kursen für pflegende Angehörige teilzunehmen. Dort erhalten
die Teilnehmer praktische Tipps, wie ein Angehöriger beispielsweise
richtig gelagert wird. Auch die kurzfristige Organisation eines
ambulanten Pflegedienstes ist aufgrund der Kooperation mit dem
Curateam-Pflegedienst möglich. Die Mitarbeiter können auch die
Unterstützung bei der Vermittlung von Pflegeheimplätzen für Angehörige
in Anspruch nehmen. Dies ist aufgrund der Vernetzung mit den
Pflegeeinrichtungen von AGAPLESION in Frankfurt möglich.

mehr erfahren

Agentur & Lettershop Roland Albrecht

Arbeitszeit

Praxisbeispiel Arbeitszeit

Nicht nur um Flexibilität für die Firma zu haben, haben wir seit
Jahren Jahresarbeitszeiten. Unsere Mitarbeiter-innen können durchaus
ihren Arbeitsplatz zu Erledigung private Dinge verlassen. Wie sehen uns
als Familienbetrieb – und in einer Familie steht man füreinander ein.

mehr erfahren

Alten- und Pflegezentren des Main-Kinzig-Kreises gemeinnützige GmbH

Praxisbeispiel

Familie, Pflege und Beruf zu vereinen ist nicht immer leicht. Damit es unseren Mitarbeitenden trotzdem gelingt, möchten wir sie tatkräftig unterstützen. Denn nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann eine Balance zwischen Familie und Beruf erzielt werden.

mehr erfahren

AOK Hessen

Führung, Information und Kommunikation, Service für Pflegende

Praxisbeispiel Information und Kommunikation

Damit sich nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit akutem
Pflegebedarf von der Thematik angesprochen fühlen und um präventiv die
Auseinandersetzung zu fördern, bietet die AOK Hessen ihren Beschäftigten
unter dem Titel „Gerüstet für den Ernstfall“ eine personalisierte
Notfallmappe an. Sie enthält unter anderem wichtige Telefonnummern und
persönliche Daten, wie Vollmachten und Verfügungen.

Vorsorgedaten zu Versicherungen und Finanzen können hinterlegt
werden. Formulare und Vordrucke sind ebenfalls bei gefügt. Die
Notfallmappe kann bei der Personalabteilung angefordert werden und wird
namentlich ausgestellt. Bereits die erste Kommunikation des Angebots
löste eine hohe Nachfrage aus.

Die Notfallmappe trug in Folge dazu bei, dass die internen
Serviceleistungen für pflegende Beschäftigte der AOK Hessen
unternehmensweit einen hohen Bekanntheitsgrad erzielten und die
Aufmerksamkeit für das Thema stieg. Es wurde erreicht, dass Beschäftigte
mit Pflegeaufgaben sich leichter tun, ihre Situation anzusprechen, dass
die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege als gleichrangig mit
Kinderbetreuungsaufgaben gesehen wird.

 

Praxisbeispiel Führung

Damit neue Führungskräfte von Anfang an umfassend über die
vielfältigen Serviceleistungen der AOK Hessen rund um die Vereinbarkeit
von Beruf und Pflege informiert sind, die betriebswirtschaftliche
Relevanz des Themas erkennen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
optimal unterstützen können, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
fester Bestandteil der verpflichtenden Schulungsmaßnahmen für neue
Führungskräfte.

Thematisch wurden die Inhalte in das eintägige Modul „Diversity
Management“ integriert. Hierzu gehören die unterstützenden Angebote
seitens des Unternehmens, aber auch die betriebswirtschaftlichen Aspekte
mangelnder Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Prognosen bezogen auf die Altersstruktur im Unternehmen zeigen, dass
aufgrund des demographischen Wandels immer häufiger jüngere
Führungskräfte erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen werden.
Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig auf diesen Aspekt der
Führungsaufgabe vorzubereiten.

Aufgrund der positiven Erfahrungen bei der Führungskräftequalifi
zierung wird die beschriebene Maßnahme nun ebenfalls bei den
Bachelor-Studierenden der AOK Hessen umgesetzt, aus denen sich
Führungskräfte und Spezialisten überwiegend rekrutieren.

 

Praxisbeispiel Service für Pflegende

Aufgrund der Beschäftigtenstruktur hat die AOK Hessen früh erkannt,
dass die Pflegeverpflichtungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
zunehmen. Deshalb hat das Unternehmen die bereits vorhandenen
Unterstützungsmöglichkeiten, wie flexible Arbeitszeitmodelle, reduzierte
Vollzeit für Führungskräfte, das Arbeiten an flexiblen Arbeitsorten
oder die Inanspruchnahme der gesetzlichen Regelungen, durch konkrete
Serviceleistungen ergänzt.

Diese werden durch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Personalabteilung angeboten. Der Service „Beruf und Pflege“ bietet
Informationen, individuelle Beratung und Entscheidungshilfe für
Beschäftigte. Bei Bedarf kann über einen Kooperationspartner ambulante
Hilfe oder ein Pflegeplatz vermittelt werden. So stellte eine
Mitarbeiterin, die ihre alleinlebende demente Mutter betreute, nach
mehreren Beratungsgesprächen für sich fest, dass sie die Versorgung und
Pflege auch aus gesundheitlichen Gründen nicht dauerhaft selbst leisten
kann. Mehrere Heimvorschläge wurden unterbreitet.

Es gelang, die Mutter zum Umzug zu motivieren und diesen positiv zu
gestalten. Die Mitarbeiterin erfuhr eine deutliche Entlastung, die
eigene Gesundheit verbesserte sich. Mit Hilfe der Servicestelle konnte
eine für alle Beteiligten tragfähige Lösung zur Vereinbarkeit von Beruf
und Pflege gefunden werden. Beschäftigten, die Angehörige zu Hause
pflegen, wird an mehreren Standorten gemeinsam mit anderen Arbeitgebern
ein Kompetenztraining angeboten.

mehr erfahren

Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen e. V. (HessenChemie)

Information und Kommunikation

Praxisbeispiel Information und Kommunikation

Zusammen mit dem Bildungswerk fokussieren wir das Thema Pflege und
informieren unsere Mitgliedsunternehmen mit verschiedenen Angeboten über
Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

mehr erfahren

Arno Arnold GmbH Spezialist für flexiblen Maschinenschutz

Praxisbeispiele

Flexible Arbeitszeit, flexible Arbeitstage, Home Office, kurzfristige
Arbeitszeitverschiebung, bedarfsorientierte Hilfe für individuelle
Lebenssituation, Beratung, Verständnis, Hilfestellung bei Arztsuche,
Arztterminen, Reha-Suche u.v.m.

mehr erfahren

B. Braun Melsungen AG

Arbeitszeit

Praxisbeispiel Arbeitszeit

Seit 2007 bietet die B. Braun Melsungen AG ein Familienteilzeitmodell
an. Hierzu wurde eine Betriebsvereinbarung geschlossen. Diese besondere
Form der Teilzeit richtet sich neben Eltern mit Neugeborenen auch an
Mitarbeitende, die Familienangehörige pflegen möchten. Bei einer 50
%-Tätigkeit erhalten die Teilnehmenden einen finanziellen
Aufstockungsbetrag. Beschäftigte, die eine Familienteilzeit beantragen,
um einen Angehörigen zu pflegen, erhalten einen Zuschlag in Höhe von 15 %
für bis zu fünf Jahren. Diese Form der Teilzeit ermöglicht es den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der B. Braun Melsungen, aktiv im Beruf
zu bleiben und den Anschluss nicht zu verlieren.

Gleichzeitig können sich die Mitarbeitenden intensiv um ihre
Angehörigen kümmern. Auch das Unternehmen profitiert von diesem Angebot,
denn Beschäftigte kehren motiviert in den Beruf zurück. Davon berichten
die Betroffenen selbst und auch ihre Führungskräfte.

Den Mitarbeitenden stehen betriebsinterne Ansprechpersonen zur
Verfügung, die sie bei der Einführung der Familienteilzeit beraten.
Diese suchen gemeinsam mit den Betroffenen auch Lösungen, wenn die
Familienteilzeit nicht in Betracht kommt, z.B. wenn es erforderlich ist,
dass der Schichtplan auf die familiären Erfordernisse angepasst werden
muss.

mehr erfahren

Center-Forst GmbH und Waldgesellschaft der Riedesel Freiherren zu Eisenbach

Praxisbeispiel

Durch flexible Arbeitszeitgestaltung und der Einräumung von anteiliger Home-Office Betätigung werden flexible Freiräume für private Belange geschaffen.

mehr erfahren

Conceptum Logistics GmbH Aero

Praxisbeispiel

Conceptum Logistics GmbH Aero ist DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und arbeitet auf der Grundlage dieses Qualitätsmanagementsystems. D.H. aber auch, dass wir diese kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern müssen. Neben Standards brauchen wir weiterhin innovative Ideen und Umsetzungskompetenz. Unser Büro als Lebensraum gestalten. Mit einer schönen Umgebung den Mitarbeitern ermöglichen kreativ zu sein, sich wohl zu fühlen. Wir sind offen für flexible Arbeitszeitmodelle und kommen damit dem Bedürfnis unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegen, Job und Privatleben gut miteinander zu kombinieren. Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen sind grundlegend, wie: überdurchschnittliche Bezahlung, 13. Monatsgehälter, betriebliche Altersvorsorge, Loyalitätsprogramm (bspw. überdurchschnittlicher Urlaub, Flexzeit), Prämien, lohnsteuerfreies Darlehen, Kindergartenzuschuss. Wir haben Abteilungsleitungen die ein offenes Ohr für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und eine offene Informations- und Kommunikationskultur durch regelmäßigen Austausch in Mitarbeiter-Meetings. Alle Trainings und Coachings leisten bei uns ihren Beitrag zur Unternehmensstrategie. Sie sind nicht nur inhaltlich nützlich, sondern auch für die Motivation sehr wichtig. Unsere Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Flexibilisierung der Arbeitszeit, befristete Stundenreduzierung, kurzfristige Freistellung, unterschiedliche Gestaltung von Teilzeitbeschäftigung, Home-Office-Angeboten, sowie Fürsorge und Unterstützung.

mehr erfahren

creart Neidhardt Werbe GmbH

Praxisbeispiel

Stets aktuell finden Sie Auszüge unserer aktuellsten Referenzen: creart.de/referenzen

mehr erfahren

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau

Praxisbeispiele

-Seminarreihen für Beschäftigte

– Zusammenarbeit mit der   Wirtschaftsförderung mit
Veröffentlichungen zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im
Newsletter

– Flexible Arbeitszeitmodelle, mobiles Arbeiten, Homeoffice

– Infoflyer für Beschäftigte

– Verankerung des Themas in den seniorenpolitischen Leitlinien

– Fachbereichsübergreifende Verankerung des Themas

mehr erfahren

Finanzamt Fulda

Praxisbeispiel

Bei Eintritt eines akuten Pflegefalls, als auch in der weiteren Begleitung steht als erste Anlaufstelle ein ausgebildeter Pflege – Guide mit Rat und vielen Informationen zur Verfügung.

Vorträge zu Themen rund um die Pflege werden im Rahmen eines Dienststellen übergreifenden regional ausgerichteten Netzwerkes „Gütesiegel Familienfreundlicher Arbeitgeber Land Hessen“ angeboten und mit großem Interesse von den Beschäftigten angenommen.

Zahlreiche Informationen werden über das hausinterne Intranet zur Verfügung gestellt.

Der wertschätzende Umgang mit pflegenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigt sich auch in der Möglichkeit einer kurzfristigen und unbürokratischen beruflichen Freistellung im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften. Die Einrichtung von Telearbeitsplätzen, das kurzfristige Arbeiten im Notfall von zu Hause und die individuellen Teilzeitarbeitsmodelle ermöglichen ein lebensphasenorientiertes Arbeiten.

mehr erfahren

Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V.

Arbeitszeit

Praxisbeispiel Familienbüro

In der neuesten Mitarbeiterumfrage der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken
hat besonders ein Thema die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegt. Im
Bereich Beruf und Familie hat die Mehrheit der teilnehmenden
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Interesse an einer Beratung rund um die
Pflege geäußert. Da die Kliniken die familienbewusste Personalpolitik
nachhaltig ausbauen, war es von Bedeutung, dieses Thema aufzugreifen.

Als Folge wurde im Jahr 2015 das Familienbüro als Service der
Frankfurter Rotkreuz-Kliniken für Beschäftigte eröffnet. Die zentrale
Stelle bietet Beratung und Unterstützung bei allen Fragen zur besseren
Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Beruf und Pflege. Darüber
hinaus gibt es umfas-sende weiterführende Informationen und Adressen
rund um das Thema Familie.

Unter den Namen „Familienzeit für Eltern“ und „Familienzeit für
Pflege“ können Interessierte Informationen zu Themen wie z.B.
Pflegezeitgesetz oder Elterngeld nachlesen. Darüber hinaus sind auch
Kontakthalteprogramme für Beschäftigte in Elternzeit und in Pflegezeit
entwickelt worden. Eine Notfallmappe „Ich bin vorbereitet“ runden das
Angebot ab.

Seit der Kommunikation der internen Serviceleistungen, hat das
Familienbüro regelmäßige Anfragen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
mit pflegenden Angehörigen.

 

Praxisbeispiel Arbeitszeit

Seit 2012 ist in den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken die
Betriebsvereinbarung zur Flexibilisierung der Arbeitszeit gültig. Auf
dieser Grundlage ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich,
einen Ausgleich zwischen den arbeitsintensiven und weniger
arbeitsintensiven Zeiten zu schaffen. Nach Absprache mit der
Führungskraft, kann auf diese Weise auch die Vereinbarkeit von Beruf und
Pflege durch Aufbau von Minus- oder Plusstunden unterstützt werden.

Des Weiteren finden insbesondere individuelle Teilzeitmodelle, die
monatlich veränderbar sind, in der täglichen Klinikpraxis Anwendung.

mehr erfahren

Fraport AG

Arbeitszeit, Führung, Service für Pflegende

Praxisbeispiel Arbeitszeit

Aufgrund der Aufgabenbandbreite der Fraport AG gibt es viele
unterschiedliche Schichtarbeitsplätze. Allen ist jedoch gemeinsam, dass
bei Pflegeaufgaben individuelle Lösungen passend für die Situation des
Beschäftigten erarbeitet werden. Im Fracht- und Posttransport, in dem
ausschließlich Männer arbeiten, besteht zum Beispiel die Möglichkeit,
befristet oder dauerhaft in Teilzeit zu arbeiten oder von der
Wechselschicht in die Tagschicht zu wechseln. In den Arbeitsteams können
Schichtpläne mitgestaltet werden, z.B. die Rotationsgeschwindigkeit
verändert oder Schichten bei Bedarf getauscht werden. Freistellungen
oder die Familienpflegezeit können ebenfalls in Anspruch genommen
werden. Die Pflegesituationen sind dabei unterschiedlich, neben
„typischen“ Pflegeaufgaben geht es u.a. um Pflege von Eltern im Ausland
oder psychische Erkrankungen in der Familie. Um die beste Lösung zu
finden, werden Beschäftigte mit einem systematischen Bedarfscheck
entlang der vorhandenen Möglichkeiten umfassend beraten, auch in Bezug
auf die finanziellen Auswirkungen. Von den Maßnahmen profitiert das
Unternehmen ebenfalls, weil durch die gemeinsame rechtzeitige und gute
Planung der reibungslose Betriebsablauf gewährleistet wird.

 

Praxisbeispiel Führung

Wenn im Unternehmen konkrete Lösungsansätze für Beschäftigte, die
Angehörige pflegen, gestaltet werden, sind viele Facetten zu beachten.
Welche finanziellen Aspekte, welche gesetzlichen Ansprüche, welche
betrieblichen Arbeitszeitregelungen sind zu berücksichtigen? Wie stellt
sich die individuelle Situation von Pflegenden bezogen auf den
Arbeitsalltag dar?

Um fachspezifisches Wissen zu vermitteln und den Austausch mit
Experten zu ermöglichen, führte die Fraport AG gemeinsam mit versierten
Kooperationspartnern, wie z.B. dem Frankfurter Verband für Altenpflege,
dem Caritasverband, der Diakonie und weiteren, einen Infomarkt „Pflege“
für alle Personalreferentinnen und -referenten des Unternehmens durch.

Eine Nachmittagsveranstaltung mit parallelen 30-minütigen
Vortragsreihen und Infoständen boten den entsprechenden Rahmen hierfür.

Die sehr positive Resonanz bestätigte nicht nur das gewählte Format,
auch inhaltlich sehen sich die Personalreferentinnen und -referenten
besser für ihre Betreuungs- und Beratungsaufgabe gerüstet. Es ist
deshalb geplant, das Veranstaltungskonzept analog für Führungskräfte
umzusetzen.

 

Praxisbeispiel Service für Pflegende

Bei einer Mitarbeiterbefragung im Jahr 2010 zeigte sich, dass sich
jeder sechste Beschäftigte bei der Fraport AG mehr oder weniger intensiv
um einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmert. Das Unternehmen
unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege daher mit
vielfältigen Maßnahmen. Zu nennen sind insbesondere flexible
Arbeitszeitregelungen, umfangreiche Informationen und praktische
Unterstützung in Zusammenarbeit mit der Caritas. Die individuelle
Beratung erfolgt durch den internen Familienservice. Im Jahr 2012
nutzten 120 Beschäftigte diese Möglichkeit.

Über Pflege wird im Arbeitsalltag jedoch immer noch weniger als über
Kinderbetreuung gesprochen. Für Betroffene entsteht dadurch oft der
Eindruck, mit dem Problem alleine zu stehen. Andererseits ist die
Bereitschaft vorhanden, Wissen und Erfahrungen an andere Pflegende
weiterzugeben. Da Mitarbeiternetzwerke in der Unternehmenskultur der
Fraport AG gut etabliert sind und um den hohen Stellenwert des Themas zu
unterstreichen, wurde ergänzend zu den vorhanden
Unterstützungsmaßnahmen das betriebliche „Netzwerk Pflege“ als
Austauschplattform initiiert. Die Fraport AG stellt hierfür
Räumlichkeiten in einem für alle Beschäftigten zugänglichen
Unternehmensbereich zur Verfügung, kommuniziert das Angebot und bietet
auf Wunsch inhaltliche Beiträge an. Zur Förderung des Bekanntheitsgrades
konnten pflegende Beschäftigte als Multiplikatoren gewonnen werden. Mit
dem Netzwerk erfahren Betroffene über die formellen Maßnahmen hinaus
individuelle Hilfe und Stärkung.

mehr erfahren

GSK Vaccines GmbH

Arbeitsorganisation

Praxisbeispiel Arbeitsorganisation

Momentan bilden wir eine Mitarbeiterin aus dem Personalbereich zum
Pflege-Guide aus. Wir haben ein Langzeitkonto eingerichtet, in welchem
man für Pflegezeiten Geld/ Zeit ansparen kann. Des Weiteren streben wir
die Möglichkeit an, während der Pflegesituation in Teilzeit/ Homeoffice
arbeiten zu können. Außerdem stellen wir eine Beratungshotline für
Mitarbeiter und deren Angehörigen bei beruflichen und privaten Sorgen
zur Verfügung.

Um unser Engagement in diesem Bereich nachhaltig zu verankern möchten
wir der Charta zur Vereinbarung von Beruf und Pflege in Hessen
beitreten.

mehr erfahren

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers AG

Praxisbeispiel

Variable Arbeitszeit, Vertrauensarbeitszeit und Home-Office-Regelungen sind nur einige Beispiele mit denen wir unsere Kolleg*innen unterstützen um Beruf und Pflege unter einen Hut zu bekommen.

mehr erfahren

Hessisches Ministerium der Justiz

Arbeitszeit

Praxisbeispiel Arbeitszeit

Seit dem Jahr 2011 bietet das Hessische Ministerium der Justiz seinen
Beschäftigten die alternierende Telearbeit an. Diese Arbeitsform
ermöglicht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Arbeit in der
häuslichen Arbeitsstätte zu erbringen. Alternierende Telearbeit steht
grundsätzlich sämtlichen Bediensteten offen, sofern sie mit mindestens
der Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit beschäftigt sind. Bei Vorliegen
von sozialen Gründen, wie die Pflege von Angehörigen oder
Kinderbetreuung, wird die alternierende Telearbeit vorrangig gewährt.
Bei alternierender Telearbeit können Beschäftigte aktiv im Beruf bleiben
und sich gleichzeitig um ihre Angehörigen kümmern.

mehr erfahren

HOPPE AG

Praxisbeispiel

Bei HOPPE gibt es die sogenannte Unterstützungskasse. Im Rahmen des
eingetragenen Vereins, kümmert sich ein Gremium regelmäßig um Vorschläge
zur finanziellen Unterstützung für unverschuldet in Not geratene
Mitarbeiter. Hierbei kann es sich bspw. um die für die Pflege eines
Angehörigen notwendige (Spezial-)Ausstattung handeln, welche für die
Behandlung erforderlich ist, wo die Krankenkasse jedoch nicht bereit
ist, sämtliche Kosten zu tragen.

mehr erfahren

Industrie- und Handelskammer Wiesbaden

Arbeitszeit, Information und Kommunikation

Arbeitszeit

Die IHK Wiesbaden bietet ihren Mitarbeitern flexible
Arbeitszeitlösungen an. Ebenso wird über die Möglichkeit, im Homeoffice
zu arbeiten, Flexibilität geschaffen.

 

Information und Kommunikation

Unser betrieblicher Pflegeguide gibt den Mitarbeitern bei Fragen zum
Thema Pflege und Beruf Antworten zur Hand und informiert über
Unterstützungsmöglichkeiten. Auch das Verbundprojekt „Kompetenztraining
Pflege“ gibt einen Überblick rund um das Thema Pflege, hier stellt die
IHK ihren Mitarbeitern Plätze bereit.

mehr erfahren

Jobcenter Frankfurt am Main

Praxisbeispiel

Das Jobcenter Frankfurt am Main ist als Teil der öffentlichen Verwaltung in besonderem Maße zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verpflichtet. Das Personalmanagement ist darauf ausgerichtet, sich an verschiedenen Lebensphasen zu orientieren. So werden Aufgaben der Kinderbetreuung sowie die Pflege von Angehörigen in Verbindung mit der Berufstätigkeit gleichrangig ermöglicht. Zur Vereinbarkeit stehen den Mitarbeitenden verschiedene Arbeits- und Teilzeitmodelle und Telearbeit zur Verfügung. Im Falle von dienstlichen Veranstaltungen und Fortbildungen, die auch in Teilzeit angeboten werden, werden die Kosten für eine Betreuungsperson von aufsichtsbedürftigen Angehörigen und Kindern übernommen.

mehr erfahren

Jobcenter Schwalm-Eder

Praxisbeispiel

Im Jobcenter Schwalm-Eder ermöglichen insbesondere flexible Arbeitszeitmodelle, Pflege und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Als weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung hat in diesem Jahr auch unser Gesundheitstag vielfältige Themen rund um das Thema „Häusliche Pflege“ beleuchtet. Damit haben wir zwei starke Instrumente für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen.

mehr erfahren

Karl Alfons GASS GmbH & Co. KG

Praxisbeispiel

Wir ermöglichen unseren Mitarbeitern eine Vereinbarkeit der Pflege von
nahen Angehörigen – insbesondere den Eltern und der Ausübung ihres
Berufs in unserem Hause. Wir suchen Vereinbarungen hinsichtlich der
Arbeitszeiten, die den gesundheitlichen Belangen älter werdender
Mitarbeiter (verkürzte Arbeitszeiten) als auch den familiären Aufgaben
(z. B. Betreuung von Enkeln) gerecht werden. Wir nutzen gerne die
Erfahrungen unserer Senioren, wenn diese das Rentenalter erreicht haben
und eine Beschäftigung mit kürzeren Arbeitszeiten wünschen.

mehr erfahren

Kassenärztliche Vereinigung Hessen

Praxisbeispiel

Wir ermöglichen unseren Mitarbeitenden eine höchstmögliche Flexibilität zur Vereinbarung von Beruf und Familie. Instrumente hierfür sind eine sehr flexible Arbeitszeit, die Möglichkeit mobil auch von zu Hause zu arbeiten, oder Unterstützungsmaßnahmen im Pflegefall durch eigene Mitarbeit und externe Stellen.

mehr erfahren

Kaufmännische Berufsschule Marburg

Praxisbeispiel

Unsere Schule hat das Zertifikat „Schule und Gesundheit“ mit verschiedenen Teilzertifikaten unter anderem auch das Teilzertifikat „Lehrkräftegesundheit“ bekommen.

Im Rahmen dieses Teilzertifikates bieten wir regelmäßig Fortbildungen
an. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich außerdem mit Themen zur
Gesundheitsförderung des gesamten Kollegiums. Beispiel: Es gibt einen
Ruheraum mit Entspannungsliegen und Yogamatten.

mehr erfahren

Kerckhoff-Klinik GmbH

Arbeitszeit

Praxisbeispiel Arbeitszeit

Für Mitarbeiter, die in eine Pflegesituation kommen kann  die Kerckhoff-Klinik individuelle Lösungen, wie beispielsweise Arbeitszeitreduzierung oder flexible Arbeitszeiten anbieten.

mehr erfahren

KfW und KfW IPEX-Bank

Information und Kommunikation

Praxisbeispiel Information und Beratung

Informationsveranstaltungen an unseren Standorten:

Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen großen
Informationsbedarf zum Thema Pflege, von der grundsätzlichen Information
zur Pflege Angehöriger bis zum Eintritt eines akuten Pflegefalls. Daher
bieten wir umfangreiche themenbezogene Veranstaltungen an, wie zum
Beispiel  zu „Vollmachten im Pflegefall“ und „Finanzierung der Pflege“.
Mit diesen Themen erreichen wir eine große Zielgruppe. Die Vortragsreihe
im Frühjahr 2017 zum Thema „Ist es noch Vergesslichkeit oder schon
Demenz?“ stieß ebenso auf große Resonanz. Kompakt wurde in anderthalb
Stunden pro Veranstaltung an allen drei Standorten der KfW das Thema
erläutert. Insgesamt nahmen mehr als 500 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter teil. Dies zeigt, wie groß die Betroffenheit ist.

Pflege-Guides und externe Beratung:

An unseren Standorten stehen den Mitarbeitenden ausgebildete
Pflege-Guides als erste Ansprechpartner im Haus zur Verfügung.
Zusätzlich können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit
vielen Jahren auf eine externe Beratungshotline zurückgreifen, die
Orientierung bei konkreten Anliegen gibt.

mehr erfahren

Kreisausschuss des Wetteraukreises

Praxisbeispiel

. Flexible Arbeitszeit
. Jahresarbeitszeitkonto
. individuelle Freistellungsmöglichkeiten
. Homeoffice
. Info-Veranstaltungen für pflegende Angehörige im
Fortbildungsprogramm
. Informationsmappe ‚Beruf und Pflege‘

mehr erfahren

Kreissparkasse Groß-Gerau

Praxisbeispiel

Den Beschäftigten der Kreissparkasse Groß-Gerau wird ein vielfältiges
Angebot von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gemacht:

– flexible Arbeitszeiten

– vielfältige Teilzeitmöglichkeiten

– Zeitwertkonto zur Finanzierung von Sabbaticals, die auch für Pflegezeiten verwendet werden können

– Infoveranstaltung über Hilfs- und Unterstützungsangebote im Kreis Groß-Gerau

– interner Ansprechpartner bei Informationsbedarf im Pflegefall (Pflege-Guide)

– Führungskräfteschulung zur Sensibilisierung für Gesundheitsthemen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

– Durchführung einer Mitarbeiterbefragung

– Pilotierung Mobile Working

mehr erfahren

Merz Pharma GmbH & Co. KGaA

Arbeitsorganisation, Arbeitsort, Information und Kommunikation

Praxisbeispiel Arbeitsorganisation

Das Healthcare-Unternehmen Merz hat im Rahmen der sogenannten
Gesamtbetriebsvereinbarung Medien für alle Mitarbeitenden die
technischen Voraussetzungen für die notwendige Information und
Kommunikation mit internen und externen Stellen geschaffen, um eine gute
Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewährleisten.

Unter anderem wurde der Außendienst vollständig an Intranet und
Internet angeschlossen und im gewerblichen Bereich wurden frei
zugängliche Computer aufgestellt. Die private Nutzung von Internet und
E-Mail am Arbeitsplatz ist bei Merz gestattet und kostenfrei, um bei
Bedarf schnell recherchieren und organisieren zu können.

Insbesondere wenn ein Pflegefall in der Familie plötzlich eintritt,
ist der Bedarf an Informationen und Austausch sehr hoch, sodass
pflegende Angehörige von dieser Maßnahme in hohem Maße profitieren.

 

Praxisbeispiel Arbeitsort

Alternierende Telearbeit ist bei der Merz Pharma KGaA in einer
Betriebsvereinbarung seit dem Jahr 2009 geregelt. Auf Antrag der
Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters und im Einverständnis mit der
Führungskraft kann an geeigneten Arbeitsplätzen zu mindestens 20 % bis
maximal 60 % der Arbeitszeit in einem festen Rhythmus befristet oder
unbefristet von zu Hause aus gearbeitet werden.

Die Betriebsvereinbarung umfasst ebenso alle weiteren für die
alternierende Telearbeit notwendigen Regelungen. Die Nutzungsgründe
werden im Einzelnen nicht dokumentiert, aber in der Praxis zeigt sich,
dass auch Beschäftigte mit Pfl egeaufgaben von dieser Regelung
profitieren. Wegezeiten entfallen und die persönliche Präsenz zu Hause
ist gegeben.

Neben der formalen Regelung ist es möglich, ebenfalls in Absprache
mit der Führungskraft, kurzfristig einzelne Tage von zu Hause aus zu
arbeiten.

Diese Option unterstützt Pfl egende zum Beispiel in der Anfangsphase,
wenn Pflege noch organisiert werden muss und unklar ist, wie eine
Dauerlösung aussehen kann, oder in kritischen Zwischenphasen.

 

Praxisbeispiel Information und Kommunikation

Im Rahmen von Betriebsversammlungen und Gesprächen mit Beschäftigten
informiert das Healthcare-Unternehmen Merz gezielt mit Blick auf
männliche Beschäftigte über die Möglichkeiten der Vereinbarkeit von
Beruf und Pflege und verweist auf Beispiele von Männern, die Angehörige
pflegen. Damit soll neben einer Enttabuisierung des Themas erreicht
werden, dass die Pflege nicht ausschließlich als Angelegenheit von
Frauen wahrgenommen wird.

Die gezielte Ansprache stößt bei vielen Männern auf positive Resonanz
und leistet somit einen Beitrag dazu, dass die Akzeptanz für das Thema
„Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ steigt. Auf dieser Grundlage bauen
die weiteren Unterstützungsmaßnahmen des Unternehmens auf, die von
Frauen wie Männern gleichermaßen in Anspruch genommen werden können: So
trifft Merz für Beschäftigte mit pfl egebedürftigen Angehörigen schnelle
und unkomplizierte individuelle Regelungen für gewünschte
Arbeitspausen, bietet Vertrauensarbeitszeit und Telearbeit an.

Das Hilfeangebot wird abgerundet durch das „Kompetenztraining
Pflege“, das im Rahmen des Frankfurter Bündnisses für Familien zusammen
mit weiteren Kooperationspartnern angeboten wird, sowie durch die
Kooperation mit der ElternService AWO GmbH, die bundesweit Beratungs-
und Vermittlungsleistungen zum Thema „Pflege“ anbietet.

mehr erfahren

MORAVIA Akademie + Verlag GmbH

Praxisbeispiel

Schon heute kann die MORAVIA Akademie im Bedarfsfall individuelle Lösungen, wie beispielsweise Arbeitszeitreduzierung oder individuelle Arbeitszeitmodelle anbieten. Manchmal hilft es, einfach darüber reden zu können. Wichtig ist, dass die betroffenen Personen wissen, dass wir Ihnen in dieser Situation schnell und unkompliziert helfen.

mehr erfahren

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG

Führung, Information und Kommunikation

Praxisbeispiel Information und Kommunikation

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, einer der führenden
Hersteller von Betonprodukten mit Werken in Heuchelheim bei Gießen,
Stadtroda und Steinbach, sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über
Unterstützungsangebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gut
informiert. Zunächst wurden die Führungskräfte durch die
Personalabteilung für die besondere Situation von pflegenden
Beschäftigten sensibilisiert und über die vorhandenen Angebote
informiert. Die Führungskräfte gaben die Informationen an alle
Beschäftigten weiter. Bei Bedarf stehen die Führungskräfte als erste
Ansprechpartner zur Verfügung. Das Thema ist Bestandteil der
regelmäßigen Mitarbeitergespräche.

Ergänzt wird die direkte Kommunikation zwischen den Führungskräften
und den Beschäftigten durch Aushänge an Litfaßsäulen in den Werken,
sowie durch Flyer und Broschüren, die die Personalabteilung zur
Verfügung stellt. Eine Intranetseite wird gerade aufgebaut. Darüber
hinaus werden die Beschäftigten von ihrem Arbeitgeber mit der
sogenannten Notfallmappe versorgt. Das Engagement zur Vereinbarkeit von
Beruf und Familie ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur.

 

Praxisbeispiel Führung

Die Firma Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG unterstützt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zu 85 % Männer – im Pflegefall mit
individuellen Arbeitszeitlösungen.

Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit der Arbeitszeitreduzierung oder
der Freistellung. Diese Maßnahmen werden sowohl von Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern als auch von Führungskräften genutzt, wie im Falle des
Teamleiters, der kurzfristig beurlaubt wurde, damit er die Pflege seines
Vaters organisieren konnte. Die Vertretung wurde während dieser Zeit
von einer anderen Führungskraft mit Hilfe des Teams übernommen. Dass
auch Führungskräfte bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
unterstützt werden, hat eine positive Wirkung auf das gesamte
Unternehmen.

Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Mitarbeiterinnen,
Mitarbeitern und Führungskräften die Möglichkeit, an einer Seminarreihe
mit unterschiedlichen Themen, wie Demenz, Depressionen im Alter oder
finanzielle und rechtliche Aspekte für pflegende Erwerbstätige,
teilzunehmen.

mehr erfahren

Roth Industries GmbH & Co. KG

Praxisbeispiel

Es gibt dafür viele Beispiele bei Roth. Etwa kann ein Mitarbeiter bei vorübergehender Pflege das bisher anzuwendende Arbeitszeitmodell in Abstimmung mit dem Vorgesetzten auf die Pflegesituation abstimmen (vorübergehende Reduktion der Arbeitszeit, Erbringung der Arbeitszeit im Einklang mit den zeitlichen Pflegeanforderungen). Die temporär reduzierte Arbeitszeit wird auf dem Flexzeitkonto verzeichnet und der bestehende Flexzeitkorridor kann in einem solchem Fall vorübergehend deutlich erweitert werden. Somit kann der pflegende Mitarbeiter seine finanzielle Situation aufrechterhalten.

mehr erfahren

Seidel GmbH & Co. KG

Praxisbeispiel

Seidel hat einem Mitarbeiter, dessen komplette Wohnung abgebrannt war, finanziell unter die Arme gegriffen.

Ein Mitarbeiter, dessen 3-jähriger Sohn an Leukämie erkrankt ist und
die Mutter mit 27 Jahren verstarb, bekam eine bezahlte Freistellung für
1,5 Jahre – durch eine Überstundenspendeaktion.

Ein anderer Mitarbeiter wurde 6 Wochen bezahlt freigestellt nach Tod der Ehefrau.

mehr erfahren

Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH

Praxisbeispiel

Unsere Mitarbeiter haben die Möglichkeit, bei Pflegebedürftigkeit von Angehörigen, ein flexibles Angebot an Sabbaticals in Anspruch zu nehmen. Bereits heute bieten eigene KiTa Plätze für die Kinder unserer Mitarbeiter.

mehr erfahren

SIMONMETALL GmbH & Co. KG

Arbeitszeit, Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen

Praxisbeispiele Arbeitszeit und geldwerte Leistungen

Wir haben in der Vergangenheit einen Mitarbeiter, dessen Sohn an
Krebs erkrankt war, für die diversen Krankenhausaufenthalte sowohl
spontan wie auch geplant freigestellt, sowie jahrelang Notstandsbeihilfe
bezahlt.

Einem anderen Mitarbeiter, dessen Tochter an einer seltenen
Stoffwechselerkrankung litt, haben wir ebenfalls jahrelang
Notstandsbeihilfe bezahlt und für die Fahrten zu den Arztbesuchen
freigestellt.

Derzeit bekommt ein Mitarbeiter mit einer behinderten Tochter diese finanzielle Unterstützung.

Außerdem beschäftigen wir junge Mütter, die gegebenenfalls zur Pflege
ihrer Kinder freigestellt werden, wobei die wichtigsten zu erledigenden
Arbeiten von den Kollegen aufgefangen werden.

mehr erfahren

St. Josefs-Hospital Wiesbaden GmbH

Praxisbeispiel

. Flexible Arbeitszeit-Modelle

. individuelle Beratung

. Anleitung und Unterstützung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei pflegefachlichen Tätigkeiten

. gemeinsame Arbeitsgemeinschaft mit der Arbeitnehmervertretung und dem
Dienstgeber mit dem Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und
Pflege

. Mitglied im Netzwerk „Für ein familienfreundliches Krankenhaus“ des Marburger Bundes

mehr erfahren

Taunus Sparkasse

Personalentwicklung, Service für Pflegende

Praxisbeispiel Personalentwicklung

Die Taunus Sparkasse verfügt über ein umfangreiches Instrumentarium
flexibler Arbeitsorganisation, um individuelle Pflegearrangements zu
unterstützen. Zu nennen sind hier Vertrauensarbeitszeit, alternierende
Telearbeit, flexible Lage und Dauer der Teilzeit, Rufumleitung auf einen
mobilen Dienstanschluss und Absprachen im Team.

In kundennahen Bereichen jedoch, wo die persönliche Präsenz gefragt
ist, kann man je nach Pflegesituation auch damit an Grenzen stoßen. Es
besteht daher die Möglichkeit, im Pflegefall in der Familie temporär in
einen internen Bereich versetzt zu werden, in dem die genannten
Maßnahmen besser realisiert werden können. Dies wird nicht als Notlösung
empfunden, sondern im Sinne des Wissensmanagements durch die
Personalentwicklung aktiv begleitet. Damit werden Kompetenzen während
der Pflegephase nicht nur erhalten, sondern durch das vorübergehend
geänderte Aufgabengebiet sogar erweitert.

 

Praxisbeispiel Service für Pflegende

Die Taunus Sparkasse kooperiert beim Thema Vereinbarkeit von Beruf
und Pflege mit dem Rind´schen Bürgerstift in Bad Homburg. Das Rind´sche
Bürgerstift verfolgt das Konzept „Pflege aus einer Hand“ und bietet für
jede Lebenssituation die passende Betreuungsform: stationäre
Altenpflege, betreutes Wohnen, ambulante Dienste, Essen auf Rädern. Die
Beschäftigten der Taunus Sparkasse erhalten durch eine eigene
Ansprechperson eine „Erste-Hilfe-Beratung“, zugeschnitten auf ihre
spezifische Situation, unabhängig von der Inanspruchnahme der
Pflegeleistungen. Selbstverständlich können die genannten Module nach
Wunsch gebucht und Unterstützungsleistungen kurzfristig zur Verfügung
gestellt werden. Das Rind´sche Bürgerstift vermittelt bei Bedarf auch
überregionale Kontakte zu Pflegeeinrichtungen am Wohn- oder Pflegeort.
Die Kooperation gründet auf dem ehrenamtlichen Engagement eines
ehemaligen Vorstandsmitglieds der Taunus Sparkasse beim Rind´schen
Bürgerstift. Ehrenamtliche Tätigkeiten der Beschäftigten werden von der
Taunus Sparkasse insgesamt gefördert (z.B. durch eine eintägige
Freistellung) und auch in anderen Zusammenhängen gelebt.

mehr erfahren

TRENDCutter der Familienfriseur

Schnittiger neuer Salon wo der Kunde Gast ist

2006 eröffnete Friseurmeister Benjamin Reps unter dem Namen
TRENDCutter seinen ersten Salon in der Melsunger Altstadt. Von Anfang an
stand fest, wo TRENDCutter draufsteht  muss auch TREND Cutter drin
stecken. Wir möchten immer am Puls der Zeit sein. Bei TRENDCutter
bekommt der Kunde nicht nur alles rund ums Haar – waschen, schneiden,
föhnen – sondern auch ein regelmäßig geschultes Friseur-Team und
hochwertige Produkte der Eigenmarke. Ein professionelles
Beratungsgespräch in angenehmer Atmosphäre ist genauso
selbstverständlich wie die Preisangabe vor der Dienstleistung. Die
Kunden sind in meinen Salons Gäste und sollen auch als solche bedient
und behandelt werden.

Unser angenehmes Betriebsklima erhalte ich durch eine entsprechende Wertschätzung meiner Mitarbeiter.

mehr erfahren

ZEISS

Praxisbeispiel

Wir bieten unseren Mitarbeiter mit Pflegeaufgaben folgende Unterstützung:

– kostenlose Beratung durch unsere externe Sozialberatung bei allen
Fragen rund um das Thema Pflege (inkl. Unterstützung bei
Antragstellungen, Suche nach Pflegeplatz usw.)

– diverse Teilzeitmodelle, auch befristet (Betriebsvereinbarung)

– kostenlose Unterstützung durch unseren externen Dienstleister famPLUS

– Möglichkeit von mobilem Arbeiten (von zu Hause oder jedem anderen Ort), sofern arbeitstechnisch möglich

mehr erfahren